Das Mieterstrommodell der Stadtwerke Konstanz

Vernetzung von Energieerzeugung, intelligenten Messsystemen und Glasfaserausbau
Schwerpunkt: Die vernetzte Stadt  /  Gordon Appel und Richard Dederichs, Abteilungsleiter Stadtwerke Konstanz

In Konstanz verknüpfen die dortigen Stadtwerke intelligente Messsysteme, dezentrale Energieerzeugung und den Glasfaserausbau in Form eines ganzheitlichen Mieterstrommodells. Die Vernetzung stellte die Verantwortlichen vor mehrere Herausforderungen, die mit neuen Denkansätzen gelöst wurden. Dass sich der Aufwand gelohnt hat, zeigen nicht nur die positiven Reaktionen vor Ort, sondern auch ein Blick in die Zukunft.

Die vom Gesetzgeber beschlossene flächendeckende Einführung digitaler Stromzähler verändert die Welt von Messstellenbetreibern und Energieversorgern fundamental: Es ergeben sich neue Anforderungen an die Zählertechnik, welche künftig noch mehr IT-Unterstützung benötigt, an das Energie- und Datenmanagement und gerade für Stadtwerke stellt sich die Frage nach neuen Geschäftsmodellen auf Basis intelligenter Messsysteme. Bei den Stadtwerken Konstanz hat man zwar aus keiner Not, jedoch aus den Herausforderungen der sich verändernden Umwelt heraus eine Tugend gemacht. Die Entwicklung eines Mieterstrommodells wurde innovativ mit dem Thema intelligente Messsysteme und dem in Konstanz stattfindenden Glasfaserausbau kombiniert. Dies erlaubte es, die Probleme zu lösen, die sich bei konventionellen Mieterstrommodellen ergeben.

Funktion des Mieterstrommodells

Beim Mieterstrommodell beziehen Kunden primär im Gebäude erzeugten Strom – beispielsweise aus Photovoltaik- oder effizienten KWK-Anlagen. Sollte der vor Ort erzeugte Strom nicht ausreichen, um den Strombedarf zu decken, wird der fehlende Strom durch das öffentliche Stromnetz gedeckt. Die Stromkosten berechnen sich danach, ob der Bedarf aus den im Gebäude installierten Erzeugungsanlagen (Direktstrom) oder aus dem öffentlichen Stromnetz gedeckt wird (Reststrom). Dafür wird der Stromverbrauch mittels intelligenter Messsysteme, die in das Glasfasernetz der Stadtwerke Konstanz eingebunden sind, viertelstündlich erfasst und entsprechend aufgeteilt. Der „hausgemachte“ Strom ist für den Verbraucher günstiger, da mehrere Umlagen, die Konzessionsabgabe, Netzentgelte und die Stromsteuer entfallen...

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